Drucken

Unser Tipp!

Thema "Satteltaschen"
Seit über 50 Jahren bieten wir geführte Wanderritte und haben in den vielen Jahren schon einiges erlebt und ausprobiert. Hier sind ein paar Tipps. Vielleicht sind sie bei der Planung ihres Wanderreit-Projekts hilfreich. 

Befestigung: Denken Sie bitte bei dem Kauf von Satteltaschen daran, dass Sie gegebenenfalls zusätzliches Befestigungsmaterial benötigen. Bei uns haben sich lediglich die Vorderpacktaschen von Waldhausen als unproblematisch erwiesen. Alle anderen Packtaschen benötigen zusätzliche Packriemen, sonst verrutschen sie seitlich oder schlagen in den schnelleren Gangarten gegen das Pferd. Besonders problematisch sind die Mantelsäcke. Wir fixieren sie zusätzlich mit zwei Packriemen an den seitlichen Metallringen am Sattel und dann noch in der Mitte an der Schweifriemenhalterung.  

Scheuerstellen durch Packtaschen: Besonders im Sommer, wenn Ihr Pferd stark schwitzt, scheuern die Packtaschen! Achten Sie immer darauf, dass die Vorderpacktaschen, Hinterpacktaschen und Mantelsäcke möglichst nicht auf dem Pferderücken aufliegen, sondern auf dem Sattel oder auf der Satteldecke. Wir setzen daher bei unseren Wanderritten gerne Schabracken, Woilachs und Westernpads ein.  
Gleichmäßige Gewichtsverteilung: Achten Sie immer darauf, dass das Gewicht in den Vorder- und Hinterpacktaschen gleichmäßig verteilt ist. Eine einseitige Belastung wäre Stress für den Pferde- und Reiterrücken. Einseitige Packtaschen setzen wir bei unseren Ritten gar nicht ein. 
Es muss nicht immer teuer sein: Natürlich sind die Pferdepacktaschen von Ortlieb, Sommer und anderen vergleichbaren Anbietern eine Klasse für sich und für Wanderreit-Profis eine gute Investition. Das Ganze würde bei uns allerdings den finanziellen Rahmen sprengen und daher kommen bei unseren Wanderritten hauptsächlich die Packtaschensysteme von WALDHAUSEN und BUSSE zum Einsatz. Sie sind günstig in der Anschaffung und halten unsere extreme Beanspruchung problemlos stand. Ihr geringes Eigengewicht und die unproblematische Pflege sprechen außerdem für sie. 
Was kommt rein in die Taschen: Das Problem ist, dass wir bei unseren Wanderritten Isländer einsetzen und die haben nur eine begrenzte Tragkraft. Daher führen bei unseren Wanderritten nur wenig Gepäck mit und das bekommen wir in Vorderpacktaschen und Mantelsäcken unter. In den Vorderpacktaschen hat jeder Reiter sein Lunchpacket und sonstige kleine Utensilien (z.B. Putzhandschuh, Hufkratzer, Ersatzhandschuhe, Taschentücher etc.). In den Mantelsäcken werden Reitmäntel und sonstige Ersatzkleidung verstaut. Unsere Führer/innen haben zusätzlich eine Hinterpacktasche mit einem "Erste-Hilfe" - Paket für Pferd und Reiter/in, einem Hufbeschlagset und weiteren nützlichen Utensilien wie z.B. einer Stirnlampe, Kabelbinder etc. dabei. Das restliche Gepäck wird mit dem Anhänger an das Etappenziel gefahren. 

Auslappen und Probeausritt: Bevor Sie an ihrem Sattel ein umfangreiches Packtaschen-System befestigen, sollten Sie ihr Pferd zunächst an das Gefühl gewönnen, wenn die Packtaschen gegen sie schlagen und gegebenenfalls Geräusche verursachen. Wir machen dies in der Regel schon beim Einreiten, an der Longe und ohne Reiter/in. Wir lassen die Pferde mit einem Sattel oder einen Longiergurt laufen und befestigen Utensilien wie Jacken oder Packtaschen daran. 

Machen Sie außerdem vor einem längeren Ritt einen oder mehrere "Probeausritt" mit dem gesamten Equipment (Sattel- und Zaumzeug und Packtaschen). Testen Sie wie sich die Packtaschen im schwierigen Terrain und im Trab und Galopp verhalten und ob die Packtaschen scheuern. 
Es ist außerdem interessant, was das Pferd bei einem Wanderritt alles tragen muss. Stellen Sie sich einmal mit der gesamten Ausrüstung auf die Waage.